Bier-Museen


In Bayern sind Bierkultur und Brautradition hautnah erlebbar

Denkt man an Bayern und das Bier, so kommt einem rasch ein „Prosit der Gemütlichkeit“ in den Sinn. Doch bietet Bayern auch vielerlei Möglichkeiten, neben dem Biergenuss auch tief in die Geschichte des Bieres und die bayerische Bierkultur einzutauchen.

Wer z.B. wissen möchte, wo der Hopfen wächst und wie er von der Dolde ins Glas kommt, findet in der bayerischen Hallertau die gesuchten Antworten. Hier prägen die Hopfengärten die sanft hügelige Landschaft. Das Deutsche Hopfenmuseum in Wolnzach, architektonisch einem Hopfengarten nachempfunden, vermittelt einen spannenden Einblick in die Kulturgeschichte des Hopfens bis in die Gegenwart. Der Erlebnis-Rad- und Rundwanderweg „Hopfen und Bier“ zwischen dem niederbayerischen Mainburg und Schloss Ratzenhofen mit seinem schönen Biergarten ist gespickt mit Illustrationen und verbindet Schönes mit Lehrreichem.

Der Weg von der Braugerste zum fertigen Bier wird beispielsweise im Bayerischen Brauereimuseum im fränkischen Kulmbach anschaulich dargestellt. In den ebenso liebevoll wie aufwändig inszenierten Abteilungen können Besucher gespannt den langen Weg von Hopfen und Braugerste, über Landwirt und Hopfenbauer, Mälzer und Brauer, bis hin zum gepflegten Bier aus Fass oder Flasche folgen. Auch die Themen zum Produkt Bier, die Bierkultur im Wandel der Zeit und das Bier in der Werbung werden ansprechend behandelt. Höhepunkt des Museumsrundgangs durch die Biergeschichte setzt die Gläserne Brauerei, in welcher genau beobachtet werden kann, wie Bier entsteht.

Weniger um die Bierherstellung als um die Lagerung geht es in den Bayreuther Katakomben. Über eine Treppe steigen Besucher hinab in die faszinierende Welt der Felsenkeller. Vor der Erfindung der Kältemaschine (1873) galten die verschachtelten Sandstein-gänge lange als besonders guter und kühler Lagerort für die Bayreuther Biere. Heute sind die historischen Keller Ausstellungsort für jahrhundertelange Bauereigeschichte.

Das Freilandmuseum im mittelfränkischen Bad Windsheim verfügt gleich über zwei historische Sudhäuser, die noch regelmäßig betrieben werden. Zum Geburtstag des Bayerischen Reinheitsgebotes wird um den 23. April sogar jährlich das älteste, noch in Betrieb befindliche Sudhaus der Welt in Betrieb genommen.